Die Hütte/ das Gasthaus hatten wir ganz für uns. Nur die Herbergsfamilie besetzte eifrig ihren Platz vor dem Fernseher und war quasi rund um die Uhr für uns da -in den Werbepausen. Nein; die haben toll für uns gesorgt, Frühstück und Abendessen gekocht wie die Weltmeister; richtige chinesische Hausmannskost, oberlecker und immer genug für eine ganze Kompanie.
Eifrige Planung im Vorhinein, mit nicht weniger als 500 Posts in der eigens erstellten WeChat-Gruppe, sowie das natürliche Auftreten von unvorhersehbaren Ereignissen, die nun mal zu China gehören wie Mao und Pandabären, machten das Wochenende unvergesslich, aber auch unvergesslich schön.
Man kann auch den Wetterbericht checken und ein neues englisches Wort lernen: „wintry showers“ und nach kurzer Interpretationsphase noch lange Unterhosen einpacken und sich Decken von den Nachbarn leihen. Dass es dann aber wie aus Kübeln schneit und man einen schneebedeckten Bambuswald erlebt und dass dann nach dem Abendessen der Strom im ganzen Haus ausfällt und auch weg bleibt, so dass gar keine Heizungen mehr funktionieren, damit kann man nun wirklich nicht rechnen.
Mit Hilfe der richtigen Leute kann man aber eben auch das Beste daraus machen. Erst im zunächst immer dicker werdenden Regen durch den Bambuswald spazieren, zurück in der Hütte selbstgemachten Glühwein aufsetzen, die aus Deutschland eingeschmuggelten Lebkuchen auspacken, Weihnachtsmusik auflegen, Würstchen grillen (ja, das passt dazu!), den Flocken zusehen und hoffen, dass der Nikolaus einen an diesem entlegenen Flecken findet.
Völkerverständigung pur. Diese sollte schließlich nie zu kurz kommen; auch wenn nur das 3-Länder-Eck zusammen sitzt.
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