Mit Erschrecken stellen wir fest, dass wir immer chinesischer werden. Björn erzählt mir, er muss von Donnerstag auf Freitag auf Geschäftsreise nach Nanning. Da frag ich: wo ist das. Sagt er: in der Ecke von Guilin. Das ist ein sehr bekannter Touristenspot, wo es die berühmten Karstberge entlang des Li Flusses gibt und sagt mir mittlerweile etwas – auch eines unserer Wunschziele innerhalb Chinas. Darauf ich: das trifft sich doch prima, denn am Montag ist Feiertag. Dann komm ich mit und wir bleiben übers Wochenende in Guilin.
| die Karstberge entlang des Li Flusses wurden nicht ohne Grund zum Motiv des 20 RMB-Scheins |
Und dann fing ich an zu recherchieren. Guilin ist
3-Flugstunden südwestlich von Shanghai –quasi ein Katzensprung. Björn fliegt
Donnerstag direkt nach Nanning. Von dort aus sind es nur ca. 300 km = 2,5 Stunden mit dem Zug nach Guilin – auch ein
Katzensprung. Prima! Ich kaufe ihm noch in Suzhou ein Zugticket von Nanning
nach Guilin und buche mir selbst einen Flug von Shanghai nach Guilin, sowie ein
Ticket für den Flughafen-Shuttlebus von Suzhou nach Shanghai Pudong. Wir
treffen uns dann am Freitagabend dort! Total easy, oder?
Ein günstiges Hostel war auch gleich ausgesucht.
Hervorragend!
Da die Flüge am Freitag doppelt so teuer sind wie am Donnerstag, spiele ich das Vorabkommando und erkunde die Stadt schon mal alleine. Bis Björn am Freitagabend eintrifft, habe ich schon einen Plan von der Stadt: was muss man gesehen haben, wo liegt was, habe die Flussfahrt auf dem Li-Fluss für Samstag gebucht und bereits die berühmte Reed Flute Höhle >>>> besucht.
Da die Flüge am Freitag doppelt so teuer sind wie am Donnerstag, spiele ich das Vorabkommando und erkunde die Stadt schon mal alleine. Bis Björn am Freitagabend eintrifft, habe ich schon einen Plan von der Stadt: was muss man gesehen haben, wo liegt was, habe die Flussfahrt auf dem Li-Fluss für Samstag gebucht und bereits die berühmte Reed Flute Höhle >>>> besucht.
Dann nehme ich Björn am Bahnhof in Empfang und wir machen
uns einen gemütlichen Abend. Natürlich mit lokalem Essen, denn der Björn wird
bei der Arbeit wieder gefragt werden, was er in Guilin gegessen hat und wie es
sonst so war (Ja, in der Reihenfolge!).
den
Fluss hinunter stochern. Dabei haben wir sehr wohl mitbekommen, wie unser
Gondoliere sich lautstark bei den vorbeischwimmenden Kollegen über seine Ladung
beschwert und darüber dass er schon wieder die schwersten Ausländer abbekommt –
manchmal wäre es vielleicht doch besser kein Chinesisch zu verstehen :-). Doch nun lehnen wir
uns erst recht entspannt zurück und genießen die Fahrt.
An unserem letzten Tag erkunden wir dann noch ein Weilchen
die Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt und kommen – da es nicht mehr so
regnerisch ist - dabei so richtig ins Schwitzen. Suzhou ist ja schon sehr
feucht und schwül, aber Guilin liegt noch weiter südlich und schlägt dem Fass
den Boden aus. Wir wandern also tapfer schwitzend durch die Stadt und erklimmen
sogar den Hügel über dem Elephant Trunk Felsen.
Dabei rettet mir mein zugegeben etwas tuffiger Fächer quasi
das Leben und Björn wird neidisch. Wir schaffen natürlich Abhilfe und besorgen
ihm ein etwas männlicheres Exemplar mit einer Abbildung der Karstberge - nochmal gut gegangen.
Am Abend steigen wir dann fix und fertig (und in frischen Klamotten)
ins Flugzeug und schnarchen fast die ganzen 3 Flugstunden. Das hat sich
gelohnt!
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