Montag, 1. August 2016

Erlernen der Sprache oder Comedy-Programm für Einheimische



Nun haben wir tatsächlich nur noch einen Monat in Suzhou vor uns... Unglaublich! Wir freuen uns sehr auf Zuhause, aber wir werden China, die Zeit und die Menschen hier natürlich auch sehr vermissen. Um noch möglichst viel festzuhalten und Euch auf dem Stand der Dinge zu halten, fangen wir an ein bisschen zu resümieren und unsere gesammelten Weisheiten an Euch weiterzugeben - wir hören ja in der Zwischenzeit auch raus, was Euch so interessiert.

Björn hat da mal was über unsere Bemühungen Mandarin zu lernen für Euch geschrieben:

Trifft man in China wildfremde Menschen auf der Straße oder in der U-Bahn und wird in ein Gespräch verwickelt ist für gewöhnlich die vierte Frage (nach Herkunft, Einkommen und Familienplanung, KEIN WITZ) ob man Chinesisch versteht.

Im Allgemeinen muss man sagen, dass man hier im Berufsleben mit Englisch größtenteils durchkommt, leider außerhalb von Firmen keinen Meter weit. Wenn man einen Taxifahrer fragt, ob er Englisch kann, sagt er nur A-B-C (lies: ei, bi, ci)! Auch können die meisten Bedienungen kein Englisch, was aber lustig anzusehen ist, wenn sie sich gegenseitig schubsen, wer jetzt den Tisch mit den Ausländern bedienen soll.

Somit „women xue putonghua ba!” -lasst uns Chinesisch lernen:
Die erste Erkenntnis ist, dass Schrift und Sprache nichts miteinander zu tun haben. Man kann aus den Zeichen nicht ableiten, wie sie gesprochen werden. Das muß man einfach wissen. Jedes Zeichen steht für eine Silbe. Jede Silbe kann in 4 unterschiedlichen Varianten (Stimme hoch, runter, gleichbleiben oder runter und hoch) gesprochen werden und heißt dann auch was anderes. So heißt z.B. „Wo qi ni de ma“, „ich reite dein Pferd. „Ma“ kann allerdings auch Mutter heißen und… ach das führt jetzt zu weit…

Unter den Expats gibt es den Begriff des so genannten „Survival Chinese“. Wenige essenzielle Sätze, mit denen man quasi immer durchkommt als da wären: 

Ni Hao- Guten Tag ! Da macht man nie was falsch. 

Dui – richtig, genau, exakt: Verwendet man, um eine Aussage oder Suggestivfrage zu beantworten. Es scheint grammatikalisch falsch zu sein „Dui“ nur einmal zu sagen. Beobachtungen zufolge muss man das immer mindestens 3x hintereinander sagen: „Dui, Dui, Dui“.


Ting Bu Dong- Wörtlich: ich höre, aber verstehe nicht. Eigentlich ein unnötiger Satz, weil alle Chinesen davon ausgehen, dass Ausländer kein Wort Chinesisch sprechen. Hilft auch manchmal bei einer Verkehrskontrolle, wenn man ihn oft genug auf sehr freundliche Weise sagt, bis es dem Polizisten zu blöd ist mit dem dummen Ausländer zu reden und er dich weiter schickt. 

Pi Jiu - Bier. Gibt es in jedem Restaurant, hat weniger Alkohol als unseres und kann man eigentlich immer trinken. Spezialisten fügen noch ein „bing de“ an, was bedeutet, dass das Bier kalt sein sollte, sonst wird es auf Zimmertemperatur serviert (17-35°C) 

Da Di: Kurzform für einen furchtbar langen Satz, der bedeutet, dass man ein Taxi nehmen will. 

Chao mian- Sind gebratene Nudeln. Die gibt es immer, sie sind gut und wenn man gar keine Karte lesen kann die einzige Alternative. 

Mei You – nicht haben. Bedeutet, dass etwas auf der Restaurantkarte aus ist, oder sie so etwas eben einfach nicht haben. Tatsächlich geht die Bedeutung dieses Begriffes aber soooo viel tiefer. Ich denke mit einer genauen kulturellen Untersuchung dieses Begriffes könnte man seinen Doktor in Sinologie machen. So sind (meiner Meinung nach) weitere Bedeutungen: Hatten wir auch nie; ich habe keine Lust dir das zu bringen; gerade will ich nicht; keine Ahnung von was der Ausländer quatscht , aber wenn ich mei you sage, hört er bestimmt auf zu reden.


Duo shao Qian? -  Was kostet das ?  (wörtl: Viel wenig Geld). Besonders aus Märkten muss auf die Antwort des Verkäufers zwingend „Tai gui le“ – „Viel zu teuer“ gesagt werden. 


Kann man dann endlich ein paar Sätze und versucht mit Einheimischen zu reden, gibt es für gewöhnlich drei mögliche Reaktionen:


Lachen: Manche Chinesen finden es unglaublich lustig, wenn Ausländer ihre Sprache reden. Bei manchen hat man das Gefühl, die denken wir würden hier zu ihrer Unterhaltung eingeflogen werden. Wenn du versuchst mit ihnen zu reden, sagen sie Sätze wie: „kuck mal der Ausländer hört sich fast so an, als würde er Chinesisch sprechen“ oder noch besser „Sorry I don’t speak english“

Dampfplaudern: Wenn du es schaffst die drei Sätze, die du dir vorher eine Stunde lang zurecht gelegt hast, an den Mann zu bringen, geht dein gegenüber davon aus, dass du es auch fließend beherrscht und fängt an auf dich einzureden. Du verstehst dann gar nichts mehr, dein gegenüber blickt nach 2 Minuten auch etwas verwirrt drein, weil du nicht an den richtigen Stellen „Dui“, „hao de“ oder „mei you“ sagst und du bist so weit wie vorher.

Freude: Schon, wenn du nur sehr wenige Worte anbringen kannst, freut sich dein gegenüber und versucht dann auch langsam und mit einfachen Sätzen mit dir zu kommunizieren. Diese Fähigkeit haben nur etwa 10% der Gesamtbevölkerung (persönlichen Erfahrungen zufolge) und wird in Bewerbungen auch gern unter dem Punkt "can communicate with foreigners" aufgeführt.
Ja und wenn das alles nichts hilft, versucht man es mit Zeichensprache oder wie das Schild in unserer Bank sagt: Body language. Auch das trägt meistens erstmal zur Unterhaltung des chinesischen Gegenübers bei, aber so lange man am Ende erhält was man möchte (oder glaubt es zu erhalten), passt es ja…

Nachtrag:
Unsere letzte Chinesischstunde haben wir bereits hinter uns. Nach über 2 Jahren ist unsere Lehrerin Dai Yuan auch zu einer Freundin geworden. So ziemlich jeden Montagabend (so Björns Dienstreisen es zuließen) ist sie zu uns ins Appartment gekommen und hat uns auf ihre freundliche und motivierende Art der chinesische Sprache jede Woche ein Stückchen näher gebracht. Der Unterricht fand auf Englisch statt und wir haben genau das gelernt, was man für das tägliche Leben hier braucht (bis auf Schimpfwörter - da hat sie sich standhaft geweigert... Berufsehre oder so...). Sie hat uns auch erfolgreich durch den HSK 2-Test gebracht. Das ist ein Sprachschein, den man an der Universität machen kann - damit man auch was in der Hand hat, das die Bemühungen bescheinigt. Wir sind stolz darauf was wir mit ihrer Hilfe alles gelernt haben und hoffen, dass wir nicht alles gar so schnell wieder vergessen. Xie xie Dai Yuan! Women hen gaoxing he ni xue putonghua!!!
Nach der letzten Chinesischstunde. Dai Yuans Abschiedsgeschenk an uns ist ein selbstgebastelter Scherenschnitt von einem kleinen Äffchen. Xie xie ni!!!

Mittwoch, 29. Juni 2016

Hongkong - Disneyland und Dim Sum


Ein Traum wird wahr! Ich komme endlich ins Disneyland! Das war zwar nicht das ausschlaggebende Argument für unseren Trip nach Hongkong im April, aber ich war entsprechend begeistert, dass wir das einbauen konnten.

Schon beim Einchecken in unser Hotel wurden wir von der Andersheit Hongkongs (im Vergleich zu China) überrascht. Der Concierge teilte uns mit, dass uns auf unserem Zimmer ein frei zur Verfügung stehendes Smartphone erwartet mit dem wir nach Belieben mobiles Internet nutzen können und innerhalb Hongkongs gratis telefonieren. Wir machten große Augen! Das ist ja mal eine geniale Idee. Man ist im Ausland, hat keine Lust auf Roamingkosten und das Hotel stellt ein gratis Smartphone für die Dauer des Aufenthalts. Außerdem haben wir uns gefreut, weil in Hongkong das Internet offen ist. Welcome to Google, Facebook & friends – in China alles gesperrt!

Auf dem Smartphone vorinstalliert war ein Stadtplan und ein Reiseführer mit jeder Menge Tipps und Hinweise auf diverse Märkte und wie man diese mit der U-Bahn erreichen kann. Außerdem Werbung für diverse Parks und Touristenattraktionen, durch die sich diese Aktion natürlich finanziert. Damit verbunden sind dann allerdings wieder Ermäßigungsgutscheine für die Eintrittskarten dazu, die man vorab per Kreditkarte kaufen konnte und dadurch die Tickets billiger bekommen hat. Wir als echte Schwaben erstehen natürlich erstmal vergünstigte Eintrittskarten ins Disneyland. Mit dem QR-Code den wir dann aufs Handy erhalten, können wir so an den Schlangen an den Kassenhäuschen vorbeischlendern und unsere Tickets an einem Automaten ausdrucken. Genial! Und noch gespart! (Et bloß im Wald wohna – an Fuchs musch sei!)

Das Hotelzimmer selbst war, wie wohl für Hongkong typisch, äußerst winzig. Man könnte sagen das Zimmer war das Bett. Das wussten wir vorher und wir waren ja froh ein Zimmer gefunden zu haben, dass nicht gleich 100€ die Nacht kostet. Es war jedenfalls ganz gemütlich für ein paar Tage und charmant gelöst.


 

Das Frühstück wurde jeden morgen ins Zimmer gebracht, denn dann spart sich das Hotel auch noch den Platz und die Kosten für einen Frühstücksraum. Auf dem Bett sitzend, konnte man sich zum Schreibtisch drehen und dort gemütlich frühstücken. Wir fandens nett :-).




 
Wir sind an einem Mittwochnachmittag nach Hongkong geflogen und haben uns taktisch klug gedacht, wir gehen dann gleich am Donnerstag zu Mickey und Konsorten, da unter der Woche vielleicht nicht so viel los ist wie am Wochenende. Und wir haben alles richtig gemacht!

Es war wirklich nicht übermäßig viel los und das Wetter war auch ideal an dem Tag. Wir haben uns mit der Disney-eigenen U-Bahn-Linie dorthin begeben. Das allein war ja schon ein Knüller – die sieht natürlich auch nicht aus wie eine 0815-U-Bahn, sondern so: 

Zugegeben war das Disneyland selbst dann sehr viel kleiner als erwartet, aber einfach zauberhaft und liebevoll gestaltet. Es geht dabei wirklich weniger um die Achterbahnen, als um die kleinen Details überall und das Gefühl in die Kindheit zurückgereist zu sein, inklusive Cinderella-Schloss, herum laufenden Mickey Mäusen und Co und der Erinnerung an die Disney-Filme der 90er, die ich auf VHS-Kassette hatte: it’s magic!
Show: König der Löwen - Hakuna Matata
Nacht-Parade: Cars
Nachtparade: Monster AG

Aufgefallen ist uns schon in der U-Bahn auf dem Weg ins Disneyland, dass viele kleine Mädchen hellblaue „Prinzessinenkleider“ anhatten. Erst wunderten wir uns über diesen Trend, aber dann wurde klar, dass die alle auf dermaßen auf den aktuellen Disneyfilm „Frozen“ („Die Eisprinzessin“) stehen und sich als Hauptdarstellerin Elsa verkleiden.

Das ging so weit, dass wir einen Battle eröffnet haben: wer ein Frozen-Mädchen sieht (also entweder Elsa oder ihre fast ebenso beliebte Schwester Anna) und als erster Elsa oder eben Anna ruft, bekommt einen Punkt. Wer eine Erwachsene im Kostüm sieht, bekam sogar 20 Punkte. Was soll ich sagen… Wir haben irgendwann aufgehört mitzuzählen! Verrückt, aber ein guter Zeitvertreib, wenn man doch ab und zu mal Schlange stehen musste…

Elsa-Fieber!

Am nächsten Tag haben wir uns dann daran gemacht, Hongkong selbst zu erkunden. Das Hotel lag mitten im TCM-Viertel = Traditional Chinese Medicine. Dabei wird so ziemlich alles zermahlen, was mal Beine hatte und entweder als potenzfördernd oder sonst wie gesund verkauft werden kann. Nennen wir es „gewöhnungsbedürftig“ – sowohl Geruch, als auch Optik! Zu Risiken und Nebenwirkungen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Aber das ist ja nur ein klitzekleiner (und durchaus interessanter Teil). Wir haben gelesen, dass es den Hügel hinauf auf Hongkong-Island eine Rolltreppen-Straße gibt (Mid-Levels Escalator). Das wollten wir uns als erstes ansehen, da es auch in Laufweite des Hotels war. Und tatsächlich, eine Rolltreppe an der anderen. Bestimmt 20 Stück führen an kleinen, einladenden Restaurants, Bars und Lädchen vorbei, den Hügel hinauf. Cool!

Dann wollten wir uns auf der Kowloon-Seite ein paar Märkte ansehen – darauf stehen wir eben :-). Zuerst sind wir zum Elektronik Streetmarket und dann zum Ladies-Market. Ersterer hat wirklich alles was das Bastler-Herz begehrt. Von Handy-Zubehör, über Kabel bis Computer-Zubehör – Verrückt! Und der Ladies Market ist quasi ein Fake-Markt auf offener Straße. Wo Frauenherzen höher schlagen. 

Victoria Harbour am Abend
Wir sind dann weiter zum Victoria Harbour getingelt, wo wir die Skyline von HK-Island ein bisschen genossen haben und dann zurück mit der Fähre auf die andere Seite. Zum Abendessen gab es Dim Sum. Das sind kleine gedämpfte Teigtäschchen aller Art, die ganz typisch für Hongkong sind und die man mal probiert haben muss. Es hat sich gelohnt!
Den Victorias Peak, die Spitze des besagten höchsten Hügels auf der Insel, haben wir uns extra für den Abend aufgehoben. Von oben auf eine beleuchtete Skyline herab zu blicken, das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Bei der Tram-Haltestelle mussten wir eine ganze Weile Schlange stehen, was wohl Tag wie Nacht so ist. Oben angelangt, findet man sich direkt in einem riesengroßen Einkaufszentrum wieder. Auf die Spitze des höchsten Berges haben die also erstmal eine 5-6-stöckige Mall drauf gestellt – okay! Man arbeitet sich an den Restaurants und Läden vorbei ganz nach oben und auf dem Dach mit Aussichtsplattform in alle Richtungen, belohnt einen dann (eventuell) die Aussicht.

Als wir das Dach betreten haben, hat es sich zunächst angefühlt, als würde man träumen. Dichter Nebel und alles sehr surreal. Als man dann realisiert hatte, dass man jetzt draußen ist, war es kurz gruselig und dann sah man, dass die höchsten Wolkenkratzer den Nebel überragen und die Spitzen durchdrücken. Wahnsinn! Dann hatten wir noch Glück und der Nebel hat sich gelichtet für ein Viertelstündchen. In allen Farben schimmert dann die Skyline unter einem. Mega beeindruckend und eine der schönsten Aussichtsplattformen, die wir je besucht haben.
Victorias Peak - spukig im Nebel

An unserem dritten Tag stand dann Macau auf dem Programm. Die sagenumwobenen Casinos wollten wir uns auch mal anschauen. Wir sind mit der großen Fähre rüber gefahren. Man sitzt in Flugzeugsitzen und das Ding geht richtig ab. Die Überfahrt dauerte eine gute Stunde.

Vom Fährhafen sind wir mit dem Taxi erstmal in die Altstadt gefahren. Sehr schön dort um etwas rum zu bummeln. Wir sind dann durch die Gassen zur Ruine der St. Pauls Kirche gelaufen und von dort durch einen Garten noch hoch auf die Wehrmauer. Auf dem Weg zur Kirche gibt’s überall Buden, die sowas wie „Schnitzelweckle“ anbieten. Hat ein bisschen nach Heimat geschmeckt :-).

Von dort haben wir uns zum nächsten Taxistand begeben (die kann man da nicht einfach von der Straße weg winken leider) und haben uns unter den vielen Casinos das „Venezian“ auserkoren, denn davon hatten wir sogar im TV mal was gesehen und im richtigen Venedig waren wir ja auch schon ein paar Mal.

Das Casino ist der Hammer. Ein Riesenteil. Man kann überall einfach reinlatschen (kein Dresscode) und neben den Zockern gibt es eben auch viele Touristen. Wir sind durch das megamäßige Casino im Erdgeschoss gestreift und da wir aus dem TV-Beitrag wussten, dass es da irgendwo Kanäle und Gondeln etc. geben muss, haben wir danach Ausschau gehalten. Der europäischen Logik nach, müsste so etwas ja im Erdgeschoss oder draußen zu finden sein, aber kurzzeitig vergisst man eben immer, dass in Asien alles etwas anders ist! Die Kanäle und Gondeln fanden wir im 3. Stock!

Mitten in einem prächtig angelegten Einkaufszentrum, dass zum Casino-Hotel dazu gehört. In diesem venezianischen Einkaufsbereich ist es taghell und damit meine ich nicht lichtüberflutet und grell, sondern tatsächlich hat man den Eindruck man würde draußen an einem sonnigen Tag herumziehen. Die Decke ist sogar mit blauem Himmel und ein paar Schäfchenwolken gestaltet. Über diverse Übergänge und Brücken kann man auch bis in die Nachbar-Casinos rüberlaufen. Obelix würde sagen: die spinnen die Macauer!

Nach ausgiebigem Staunen haben wir ein Taxi zurück zum Fährhafen genommen und sind auf die Kowloon-Seite Hongkongs zurück gedüst. Wir wollten um 20 Uhr noch die Lichtshow an der Promenade sehen. Davor haben wir in dem Shopping-Center das zum Fähr-Ankunftsterminal gehört nochmal Dim Sum gegessen und entdeckt dass es da drin ein Esprit-Outlet gibt – da siehts aus wie in Metzingen :-). Also haben wir noch etwas geshoppt, uns die Lichtshow angesehen und sind dann zurück nach HK Island in unser Hotel. 

Am Sonntag sind wir dann mit unseren vielen neuen Eindrücken, Mitbringseln und Fotos von Mickey Maus zurück geflogen. Man muss schon sagen, Hongkong ist eine Reise Wert und eben irgendwie China und auch in ganz vielen Aspekten nicht. Wir haben uns dabei vor allem über freies Internet und über westliche Kleidergrößen gefreut :-).


Sonntag, 22. Mai 2016

Exkurs Malaysia: Reif für die Insel



Wieder mal kommt dieser Blog reichlich spät. Aber da direkt vor Chinese New Year die VPN-Programme (die es uns überhaupt ermöglichen Seiten wie Google und Facebook zu nutzen) abgeschmiert sind, gepaart mit dem allgemeinen Zeitproblem, gibt es erst jetzt den Urlaubsbericht vom Februar. Sorry! Nun viel Spaß beim Lesen und Bildle anschauen:


Herzlich Willkommen im Jahr des Affen! 
Diesen hier <<< haben wir bei der Inselhopping-Tour auf der malaysischen Insel Langkawi kennen gelernt. Er hat versucht meinen Kamerarucksack zu plündern!









Aber der Reihe nach:

Dieses Jahr haben wir uns erst am ersten Tag des Chinesischen Neujahres in den Urlaub aufgemacht. Eigentlich wollten wir nur volle Straßen auf dem Weg zum Flughafen vermeiden, aber ungeplanterweise durften wir so auch den Vorabend des Neujahrsfestes noch in Suzhou erleben – also quasi deren Silvester. An sich ist, wie letztes Jahr im Neujahrs-Blog erwähnt, über Chinese New Year nichts geboten. Es ist eben ein Familienfest… Aber: Knallerei! „Schießen und Bumm Bumm und so laut“ gab es toujour den ganzen Tag. Ja! Tag! Von morgens angefangen hat bis Mitternacht immer irgendeiner gerade Knaller in die Luft gejagt. So haben wir das ja nicht erwartet… Irgendwer hatte wohl einen Plan aufgestellt, dass es auch ja nie still wird.

Angefühlt hat sich das n bisschen als wäre Silvester und wir machen nicht mit. Also haben wir uns noch mit unseren Freunden Anika und Daniel kurz geschlossen, die auch erst später in Urlaub los wollten und uns auf deren Terrasse bei Sekt und Bier (und nem Feuerchen zum Wärmen) das Spektakel angesehen. Kurz vor Mitternacht sind wir zum Haupteingang des Compounds gegangen, um zu sehen, ob das Ganze jetzt  noch gesteigert wird. Die Antwort lautet JA. Die chinesischen Familien, die wir dort vorfanden, hatten noch Tonnen Schießmaterial vor sich und luden die Lao-Wai-Männer gerne ein mitzuballern. Zu deren großer Freude zünden die originalen Chinaböller sogar 2mal – einmal am Boden und dann nochmal in der Luft -und bemerkenswerterweise hatten danach beide immer noch alle 10 Finger. Anika hat auch geschossen – und zwar Fotos und ich war mit den von den Kindern überreichten Wunderkerzen sehr zufrieden.

Man beachte die Sauerei der Raketenüberreste rechts auf dem Bild und den Dunstschleier in der Luft!




Petronas Towers Kuala Lumpur
Nun zum Urlaub:
Malaysia ist es in diesem Jahr geworden. Man hatte uns bereits viel Schönes von der Insel Langkawi berichtet. Da man dort von Shanghai aus, aber nicht direkt hinfliegen kann, haben wir noch einen Zwischenstopp in Kuala Lumpur eingelegt. Hauptstädte schauen wir uns ja immer wieder gerne an. Was sollen wir sagen: es hat sich gelohnt. Eine schöne bunte Stadt mit vielen Bazaren, Moscheen und natürlich den berühmten Petronas-Towers, umringt von einem großen Einkaufszentrum mit einem fantastischen Park drum herum.









 

 
Cora vor dem Stadtplan von Kuala Lumpur - das haben wir uns (fast) alles angeschaut!

Björn vor der typischen Kuala Lumpur Szenerie: Moderne Hochhäuser neben traditioneller Moschee!

Anschließend gings dann auf die Insel. Ein schönes Bungalow-Hotel mit einer äußerst günstigen Pool-/Strandbar machten den Relaxurlaub für uns zu einer Runden Sache. Nachteil für Euch: es gibt da nicht so furchtbar viel zu erzählen…








Kuba Libre bei Sonnenuntergang - *seufz* - war des schee!

Das Highlight (neben dem faulen Herumliegen auf den bequemen Strandliegen und den günstigen Drinks) war ein Insel-Hopping-Ausflug. Wir sind mit so einem kleinen Seelenverkäufer über die Wellen gebrettert als gäbe es kein Morgen mehr. Zunächst zur Insel der schwangeren Jungfrau. Denn die Form der Erhöhung des Berges auf der Insel sieht tatsächlich aus wie eine schwangere Frau, die auf dem Rücken liegt.
Und die Legende besagt, dass wenn man einen unerfüllten Kinderwunsch hat, man aus dem See im inneren der Insel trinken muss, dann klappts. Nunja…

Wir haben uns durch die diebischen Affen gekämpft (zu Beginn erwähnt) und haben uns den See angesehen. Viele sind da noch drin Baden gegangen, aber wir haben uns von den Massen lieber etwas entfernt und die malerische Landschaft drum herum geknipst.
Anschließend haben wir uns wieder durch die diebischen Affen zurück gekämpft und sind zur nächsten Insel gehüpft. Hier konnten wir sehen wie die berühmten und selten gewordenen Weißkopfadler Fische fangen und wieder viele hübsche Fotos knipsen. Dann gings zum versprochenen Traumstrand. Man muss sagen, dass die meisten Touristen auf Langkawi Chinesen sind –und für die mag das Wasser ja tief genug gewesen sein, aber für uns hat es leider nicht einmal gereicht, um komplett nass zu werden. ABER: ja, es hat traumhaft ausgesehen… Wir saßen dann am Strand an einem schattigen Plätzchen und haben uns das Treiben angesehen. Und da kamen sie dann wieder – die räuberischen Äffchen. Und die sind echt nicht doof und haben die tollsten Tricks angewendet, um an die Essensvorräte der Touris zu kommen. Mami-Affe mit Kind um den Bauch macht einen auf süß und knuddelig und dann kommt Papi-Affe ums Eck und Zack, hast du deine Chips-Tüte gesehen… Wir haben uns scheckig gelacht. Genial!

Danach gings wieder mit dem Wellenbrecher-Speed-Seelenverkäufer zurück.
Da mussten wir erstmal wieder auf unsere bequeme Liege im Hotel zurück :-)