Freitag, 23. Januar 2015

Einkaufserlebnis Auchan

Eine zentrale Rolle bei der Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse spielt die Nahrungsbeschaffung. Für alle Bedürfnisse -vom Reiskocher bis zum Reis und einer Schüssel dazu, vom iPhone Ladekabel bis zu den Fertignudel- gibt es in Suzhou den Auchan Supermarkt (eine französische Kette, die sich hier ganz schön durchgesetzt hat).  „Real – Einmal hin alles drin“? Real dürfte hier nicht mal verschämt in der Ecke stehen.


Hier nun Björns Geschichte:


Es ist Samstagnachmittag gegen 13:00 Uhr. Hunger macht sich breit und der Kühlschrank ist leer. Cora und ich rüsten uns für die Mission „Einkaufen“. Mit Rucksack, stabilen Schuhen und frohem Mut starten wir zum Auchan.  Nach einer kurzen Taxifahrt stehen wir im Einkaufszentrum vor dem Supermarkt. Ich stelle fest, außer uns scheinen nochmal ca. 1000 Personen die gleiche Idee gehabt zu haben. Der Treck zieht langsam in den Supermarkt ein. Vor mir eine Frau mit Kind im Arm und Telefon am Ohr, die der Meinung ist, man muss nicht schnell gehen, Zombiegeschwindigkeit reicht. Hinter mir eine nette ältere Dame mit Einkaufswagen, die meint ich würde schon schneller gehen, wenn sie mir ihren Wagen nur oft genug ins Kreuz rammt.

In der Elektronikabteilung überlege ich kurz, ob ich mir ein Ladekabel kaufe und die nette Dame damit erdrossele...


Aber heute habe ich eine Mission, ich brauche Abflussreiniger. Ich stehe vor einem Regal. 10m breit 4m hoch und dabei sind die meisten Chinesen recht klein.  Die Flaschen sehen erstmal nach Putzmittel und ähnlichem aus. Ich kann zwar weder die Beschriftung auf den Flaschen noch die Schilder am Regal lesen, aber Gott sei Dank gibt es Bilder. Es lachen mich Hausfrauen mit Victoryzeichen an, glatzköpfige Männer und besoffen aussehende Elefanten. Ich entscheide mich für eine Flasche mit dem besoffenen Elefanten, weil der Rüssel irgendwie die Form eines Siphons hat und will sie in meinen Wagen legen. Plötzlich kommt eine Verkäuferin auf mich zu, redet auf mich ein und zeigt auf lachende Hausfrau. Ich mache ein fragendes Gesicht und zucke mit den Schultern. Für sie scheint das zu bedeuten, wiederhole es noch dreimal und beim letzten Mal schön langsam. Scheinbar soll ich den besoffenen Elefanten nicht kaufen. Also gut, ich stelle den besoffenen Elefanten wieder zurück und nehme lachende Hausfrau. Meine Verkäuferin lacht jetzt auch und erzählt wahrscheinlich daheim, dass sie den Ausländer ganz toll beraten hat.


Nächster Schritt Nahrungsbeschaffung.

Fleischabteilung Auchan Samstagnachmittag ist eine Mischung aus Löwen, die sich auf eine Gazelle stürzen und A-Block bei Rock am Ring. Dazu kommt noch die Garküche daneben in der allerlei Getier einen raschen Tod findet. Noch besser die Fischabteilung. Da wird komplett auf Frische gesetzt, die Viecher muss man dann selber töten. Ich hoffe ja immer noch, dass einmal ein größerer Fisch oder ein Krebs einem Kunden einen Finger abbeißt. Wir entscheiden uns heute für Schweinefleisch, dazu Nudeln und etwas Gemüse. Da dass alles schon tot ist, scheint es für die Chinesen uninteressant zu sein, deshalb keine Schlangen. In der Reisabteilung kommt mir ein Gedanke:

Kennt ihr den Ausspruch: “Das interessiert mich ungefähr so, als wenn in China ein Sack Reis umfällt“. Da man bei uns den Reis nicht Säckeweise bekommt, lässt sich nicht überprüfen, wie interessant sowas wirklich ist. Im Auchan gibt es Reissäcke….

Ich weiß jetzt, es ist nicht so interessant. Es kommt ein armer Mitarbeiter, der das 25Kg Packet wieder aufheben muss und mich dabei vorwurfsvoll ansieht. Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, bin aber auch um eine Erfahrung reicher.


Nach der recht einfachen Beschaffung von Getränken und der verzweifelten Suche nach Salz (findet man bei den exotische Gewürzen), ist der Wagen voll und wir sind auf dem Weg zu den Kassen. 


Ground Zero im Supermarkt, 110 Kassen aufgereiht wie eine Römische Zenturie. Die hintersten Kassen verschwinden schon im Nebel.

Vor jeder Kasse stehen ca. 10-12 Personen an. Das bedeutet, dass sich hier grob die Einwohnerzahl von Steinhilben versammelt hat, um zu bezahlen. Ich stelle mal wieder fest, dass wir die einzigen Ausländer im ganzen Laden zu sein scheinen. Da es in so einer Schlange ja doch recht langweilig sein kann, vertreiben sich die Chinesen die Zeit damit die Ausländer anzustarren. Besonders Cora mit ihren blonden Haaren zieht interessierte bis neidische Blicke auf sich. Auch scheint es interessant zu sein, was die Ausländer so kaufen. Der Inhalt unseres Einkaufwagens wird ausgiebig betrachtet und scheinbar auch diskutiert. Die nette Dame vom Eingang ist mit ihrem Wagen auch wieder da und ich frage mich ob ich nicht doch noch schnell ein Ladekabel kaufen soll…



Nach 10min an der Kasse haben wir dann auch bezahlt und verlassen schwer bepackt den Auchan. Wir steigen ins Taxi und zeigen wir dem Fahrer eine Karte mit unserer Anschrift. Als er eine Lupe heraus zieht, um die doch 12mm großen Symbole zu entziffern, machen sich bei mir Sorgen breit. Das Taxi brettert los. Als Ingenieur kann ich sagen, dass bei diesem Fahrzeug mindestens drei Systeme die technische Unbedenklichkeit des Fahrzeuges beeinträchtigen. Ich kann schlecht sagen was schlimmer ist. Der quietschende Zahnriemen kurz vor dem Versagen, die Motorkontrollleuchte, die flackert wie die Beleuchtung auf einem Elektrokonzert oder das Radlager direkt hinter mir, das sich anhört als hätte jemand Kieselsteine in einen Betonmischer gepackt. Ich denke ein TÜV Prüfer würde bei diesem Fahrzeug seinen Drucker wieder auf Endlospapier umstellen.


Scheinbar braucht der Fahrer die Lupe nicht zum Autofahren. Fußgänger und Rollerfahrer kann man weg hupen und rote Ampeln scheinen eh mehr so eine Art Empfehlung zu sein. Nachdem wir die Strecke in der halben Zeit, die Michael Schumacher benötigt hätte, gemeistert haben stehen wir wieder vor unserem Compound und ich freue mich auf mein Sofa.


Über den Alltag hier gibt es noch viele weitere Geschichten, wie Autofahren, Nachtleben und der Umgang mit artilleriefähigem Feuerwerk zur Panzerabwehr. Dazu aber später.

...wie die Jungfrau zum Kind

Und in dieser Episode lernen wir, dass man vieles (bis nichts) so richtig planen kann
und die Dinge auch mal passieren lassen muss :-)


Wie ihr ja vermutlich wisst, möchte die Cora hier auch etwas arbeiten. Hat auch ein
paar Kontakte aufgenommen und so – wie man das halt in Deutschland so machen
würde… ist ja aber auch nicht sooo furchtbar eilig, deshalb ruhte das ganze
Vorgehen dann so ein bisschen.


Dann waren wir mit Björns Team Abendessen und haben den Jungs so von diversen
Dingen erzählt. Unter anderem haben sie uns danach eine U-Bahn-Karte und mir eine
chinesische SIM-Karte besorgen wollen und haben sich fast drum geschlagen, wer
das jetzt machen darf. Man muss da echt vorsichtig sein, was man sagt. Eigentlich
möchte man nur einen Tipp oder eine Info… andererseits benötigt man die Hilfe, da
die meisten Leute in den Geschäften ja kein Englisch sprechen und wir dummerweise
nur äußerst leidlich chinesisch.


Stichwort! Denn das war das Dritte was wir angesprochen haben, dass Cora gerne
einen Chinesisch-Kurs machen würde und ob sie da einen Tipp haben. Daraufhin
meinte Sky (ja, sie geben sich teilweise seltsame englische Namen fürs Berufsleben),
er mache gerade einen Englischkurs und werde in dieser Schule einmal nachfragen
für mich. Prima! Vielen Dank auch!


Allerdings ist dann folgendes passiert: Sky rief einen Tag später an und sagte er
habe nun seinen Englischlehrer dran. Der wollte mit Cora sprechen. Prima! Mal sehen,
was die so für Angebote haben. Nun, er bot mir an als Englischlehrerin bei ihnen
anzufangen. Große Augen meinerseits! Ein paar Tage später, sollte ich zum
Vorstellungsgespräch kommen.


Gesagt, getan, er hat mir dort alles erläutert, hat weder gefragt wie gut meine
Englischkenntnisse so sind, noch hat es ihm etwas ausgemacht, dass ich noch nie
unterrichtet habe. Es scheint wohl so, dass westliches Aussehen dafür genügt…. Hm?!

Ich zweifelte, aber auf einen Versuch wollte ich es schon ankommen lassen.
Die erste Praxis sammelte ich dann bei einem Englisch-Wettbewerb für Schüler, bei
dem ich für die Jury angeheuert wurde.



(mit dabei war auch noch ein sehr netter Amerikaner, der aber leider auf dem Foto fehlt)
Einen ganzen Sonntag, habe ich Suzhouer Schüler bewertet und dabei einiges
interessantes über deren Denkweisen, Erziehungsmethoden und Tagesabläufe
erfahren. Ich sage nur: Deutsche Schüler haben es ganz schön gut! (das dürfen
meine Lehrerfreunde auch gerne an ihre Schüler weitergeben, wenn die mal wieder
stöhnen :-)). War ein witziges und interessantes Erlebnis, aber dabei musste ich ja
nun auch nicht so viel tun.


(die Schüler mussten sich vor diese Werbewand aufstellen und zu einem spontan vorgegebenen Thema eine 90-sekündige Rede halten.
Wurde auch alles mit Kameras aufgezeichnet für CCTV. Der Gewinner kam
eine Runde weiter zum Wettbewerb in Nanjing.
)


Diese Woche hatte ich dann meine ersten zwei Klassen. Das kam allerdings auch
mehr spontan, weil wohl jemand krank wurde. Jedenfalls ist es an dieser Sprachschule (ich würde es mit unserer VHS vergleichen, da hauptsächlich
Erwachsene nach der Arbeit die Kurse buchen, um ihr Englisch zu verbessern) üblich
den Unterricht vor Ort in der Schule vorzubereiten und zwar so 1 Stunde vorher.
Kleine Powerpoint-Präsentation und das Lehrbuch und fertig. Vor meiner ersten
Stunde mutete ich mir allerdings besser 2 Vorbereitungsstunden zu – was auch gut
so war.


Ich war natürlich relativ nervös, hatte aber nicht viel zu verlieren. Also, sicheres
Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit :-).

Ergebnis: es ging zwar alles und ich habe mich nicht blamiert, aber wie ich vermutet
habe ist mein Englisch einfach nicht gut genug, um darin Unterricht zu geben! Ich
habe dabei einfach kein gutes Gefühl… Bei spontanen Fragen und Grammatikübungen
komme ich ins Straucheln. Mein Englisch mag zum Kommunizieren reichen, aber ich
kann doch damit keine Leute unterrichten…! Aber einen Versuch war’s wert – wieder
eine Erfahrung reicher.


Wir werden sehen, was als nächstes passiert!


Best regards!


(@Meli S-R: and now can come what wants, because this was not the yellow from the egg :-))


P.S: Am Montag fängt übrigens mein Chinesisch-Kurs an :-)

Labour Day -schick raus geputzt für den Feiertag


Morgen, am 1. Mai, haben wir hier auch Feiertag. Und zwar „Labour Day“ – also
tatsächlich auch „Tag der Arbeit“. Nun weiß man ja immer nicht so genau was da
passiert hier und ob die Läden dennoch offen haben (für gewöhnlich nämlich schon). Jedenfalls hat der Björn morgen und übermorgen frei (alle anderen natürlich auch - den Stau auf den Autobahnen und das Gedränge an den Touriattraktionen kann man sich vorstellen) - muss dann allerdings am Sonntag arbeiten. Bei diesen mehrtägigen Feiertagen wird das dann immer woanders wieder reigschafft.

Jedenfalls war ich gestern etwas überrascht, dass die hier in unserer Wohnanlage
allestotal schick machen. Da wurden Blümchen aufgestellt
und Lampions an alle Pavillons gehängt! Sieht wirklich süß aus.


Noch verblüffter war ich dann, als die abends auch noch geleuchtet haben. Aber eigentlich hätte das klar sein müssen: Leuchten ist immer toll und wenn es keine LEDs sind, dann eben Lampions… Mittlerweile habe ich auch eine Theorie woher das kommt: Man kann hier nachts die Sterne nicht sehen, dann behilft man sich eben mit LEDs und Lichtern. Oder bedingt das eine das andere? Man weiß es nicht – Hauptsache irgendwas leuchtet; und zwar immer und nicht nur an Weihnachten!

Aber wie ihr sehen könnt, ist das Wetter sehr vielversprechend und soll auch so bleiben. Werde mich dann jetzt auch noch in den Park begeben! Yeah! 


Liebe Grüße nach Deutschland! Besucht die Maifeuer und trinkt nicht mehr als es der Björn in der Maiennacht tun würde ;-)

Unser chinesisches Zuhause

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Bloglesers (nee, waren schon ein paar
mehr) zeigen wir Euch hier noch ein paar Bilder unserer chinesischen Wohnung – das
ist jetzt also unser zu Hause für die kommenden Jährchen. Es bleibt aber zu
betonen, dass es unser CHINESISCHES Zuhause ist – das richtige ist, bleibt und wird
auch immer in Stoihilba sein! Ganz klar! Und damit herzliche Grüße nach Hause und
vielen Dank für die Einträge im Gästebuch und für’s fleißige Lesen des Blogs.
Wünsche und Anregungen werden gerne entgegen genommen und genaue
Nachfragen gerne im persönlichen Zwiegespräch beantwortet! (Die einzelnen
Beiträge kann man übrigens auch mit Kommentaren versehen – nur zu!)


Wir starten mit dem großen Wohn- und Essbereich – hinter mir ist in dem Fall der
kleine, verglaste Balkon. Sofa und der obligatorische IKEA-Sessel sind saugemütlich
und fernsehen tun wir über IPTV. Da gibts 177 Kanäle - einer davon auf Deutsch
(Deutsche Welle) und ganz viele Englische...



Dann haben wir natürlich eine Küche. Ganz geräumig mit Gasherd und
Riesenkühl/gefrier-Schrank (auf dem Bild nicht zu sehen), dahinter kommt dann noch
ne kleine Waschküche (mit einem Waschmaschinen-Trockner-Kombigerät – hab ich in
Deutschland auch noch nicht gesehen . Chinesische Besonderheit: Keine
Spülmaschine, aber ein Sterilizer. Musst ich auch erstmal fragen. Also, da stellt man
sein abgewaschenes Geschirr rein und sterilisiert es?! Das gab es in fast jeder der
besichtigten Wohnungen – aber dafür vielleicht in 1-2 einen Geschirrspüler. Hm… mal
sehen, wie und ob wir das nutzen…


So siehts draußen aus. Schön angelegter Garten im japanischen Stil mit Teichen und
Pavillons – irgendwie wie in ner Ferienanlage.



Schlafzimmer ohne Pornobett, dafür mit einer knochenharten Matratze. Da selbst
zwei polsternde Matratzenauflagen nicht wirklich helfen, wird da bald eine andere
drauf kommen!!! Wir sind zu alt für brettharte Matratzen, denn das fühlt sich an wie
früher auf ner Isomatte auf dem Boden von Freunden übernachten – man wacht
auch auf wie nach durchzechter Nacht!



 
Die Bäder (es sind derer zwei) sind in diesem Stil gehalten. Auch sehr hübsch. Das
abgebildete befindet sich neben dem Schlafzimmer und hat tatsächlich so ein
japanisches Klo – ja; so eins das einem den Popo wäscht
















Das Arbeitszimmer. Ist ganz geschickt – dann kann der Björn – wenn er immer noch
nicht genug hat – auch daheim was schaffa.


Dann gibt es – natürlich! – auch noch ein Gästezimmer. Da steht aber einfach nur ein
großes Bett drin – das übrigens nur darauf wartet genutzt zu werden! (Achtung:
wieder ne Besuchsaufforderung
). Mal abgesehen davon, dass wir bald
wahrscheinlich bis zur Ankunft einer neuen Matratze für’s Schlafzimmer hier schlafen
werden -diese ist nämlich hervorragend!


So! That’s it! Noch Fragen?

Bis bald! 


P.S: Och, jetzt hab ich die Lampen vergessen. Die sind natürlich jede Erwähnung
wert... In diesem Fall wohl einen extra Eintrag... Dezent ist nämlich auch anders

IKEA, Makler und die Wohnungssuche

Ja! Auch hier gibt’s IKEA! Ja! Nicht so ne Art, sondern the one and only.
Nicht in Suzhou, aber im 35 km entfernten Wuxi. Und da war die Cora heute.

Bis auf die hübschen Schriftzeichen auch nicht anders als zu Hause. Auch
innen.

 



Jedenfalls haben wir ja hier auch ein Zuhause einzurichten und der Makler hat
angeboten mit uns hinzufahren, um die ersten Notwendigkeiten zu besorgen.
Das muss ich jetzt mal erklären: die Makler haben hier echt mal einen Service
drauf – holla die Waldfee!

Also das geht so: man sucht eine Wohnung und ruft einen Makler an (in
diesem Fall wurde uns einer von Elring empfohlen – persönliche Referenzen
sind natürlich von Vorteil, denn es gibt Makler wie Sand am Meer). So gerieten
wir an Nat, der zuerst seine redliche Mühe mit uns hatte, weil wir ziemlich viel
angeschaut haben bevor uns DIE Wohnung begegnete.

Das sieht zum Beispiel so aus:


Das rote Leder-Bett ist noch nicht mal das pornoreifste, das wir gesehen
haben und bei dem Sessel auf dem rechten Bild bin ich überzeugt er wollte
Björn fressen!

Jedenfalls fanden wir ja dann was passendes (Ja da gibt’s auch bald ein paar
Bildchen) und dann verhandelt der Makler für einen mit dem Landlord (so
heißen die Vermieter hier). Dabei sprang dann noch ein Gästebett für das
leere Gästezimmer (Achtung! Besuchsaufforderung) und eine neue
Waschmaschine mit Trocknerfunktion heraus, sowie 400 RMB Mietnachlass.
Die Rechnungen für Wasser und Strom und sowas laufen auch über diese
Makleragentur, weil wenn wir die direkt bekommen würden, täten wir se ja
wieder nicht lesen können, ne. Man is ja da so’n bissl hilflos… Außerdem eben
das Angebot mit der Fahrt zu IKEA und wenn sonst irgendwas ist (was
kaputt geht oder sonstige Probleme) wenden wir uns weiterhin an die
Makleragentur. UND JETZT KOMMT’S: Diesen Service bezahlt der Landlord
und wir nicht einen Cent – ähh Renmimbi. Cool, oder?!

Weil den Landlords ist ihre Zeit zu schade sich um die lästigen Mieter zu
kümmern oder neue zu suchen oder sich gar mit Ausländern mit komischen
Vorstellungen und leidlichen Sprachkenntnissen zu kümmern – da
beauftragen, die lieber jemanden und zahlen dafür. Prima!

Gesagt – getan, ist der gute Nat, dann heute mit mir zu IKEA gefahren – ne
Praktikantin war auch noch dabei. Und dann kamen se mit diesem Auto:

Wir waren uns dann aber relativ schnell einig, dass Nat dort bleiben muss, wenn meine Einkäufe nicht in dieses Raumwunder gehen würden (ihr kennt ja meine bekannt
liebenswürdige Überzeugungsart).
Letztendlich ist aber alles gut gegangen und der neue Hausstand ist gut in
der Wohnung angekommen. (Dort war übrigens in der Zwischenzeit die Ayi
(chin. Putzfrau) der Agentur schon und hat alles auf Vordermann gebracht
– noch so’n Service).

Also dann: ready for Einzug morgen!

Wahrzeichen und solche die es noch werden

Jetzt zeigen wir Euch mal dieses fast fertig gestellte Gebäude:


Das Foto ist an einem sehr diesigen Tag entstanden, aber das Dōngfāng Zhīmén ist
–obwohl es noch gar nicht fertig ist – bereits auf allen Plakaten und
Tourismusbroschüren aufgezeigt und bereits eine Art Wahrzeichen der Stadt.
Übersetzt bedeutet der Name „Gate of the Orient“. Im Volksmund ist aber sehr
schnell und völlig verständlicherweise zum „Trouser Building“ = Hosen-Gebäude
geworden
.

Da ist nun also eine frei stehende Hose mitten in Suzhou direkt am See und wird zum
Wahrzeichen der Stadt. Noch Fragen?

Es soll noch dieses Jahr fertig werden und rein kommt dann ein 7 Sterne Hotel, sowie
Büros, Apartments und ein Einkaufszentrum. Wohl gemerkt, als wir vor 2 Jahren hier
waren, waren die beiden Türme gerade dabei zusammen zu wachsen. Theoretisch
hätte es nämlich schon letztes Jahr fertig sein sollen. Es wird gemunkelt, dass
zwischendurch das Geld ausgegangen ist…

Am Fuße des Hosen-Gebäudes an der Promenade des Jinji Lake ist es übrigens auch
sehr schön. Auf dem großen freien Platz lassen die Leute Drachen steigen und um
die Ecke gibt’s nen deutschen Biergarten.




Die komischen Dinger im Wasser gehören zu ner wöchentlich stattfindenden
Wasser- und Lichtshow – sicher auch sehr dezent, wie alles hier
-das werden wir
uns dann auch noch ansehen.
Das Ding in der Mitte vom Bild ist so ne Art Boot-Restaurant glauben wir – noch
nicht genau erforscht, sieht aber hübsch aus – und im Hintergrund sieht man das
Riesenrad. In Anlehnung ans London-Eye kann man da ne Runde drehen und über
die Stadt gucken. Mal sehen, ob Björn mich da noch rein bekommt – man weiß es
nicht… Um das Riesenrad rum ist noch so n kleiner Amusement Park.

Das Riesenrad und das Trouser-Buildung … äh „Gate of the Orient“ jedenfalls, werden
Euch auf unseren Bildern sicher noch öfter begegnen.

Der Start - oder "Leben im Hotel"

So liebe Leute,
zunächst mal wohnen wir ja noch im Hotel und zwar hier:

Das Modena-Hotel direkt an der U-Bahn-Station Xinghu Jie. Wir wohnen gaaaanz oben - also im 29. Stock.
Es handelt sich um so ne Art Service-Apartment mit
Wohnzimmerchen, Küche und Schlafzimmer mit Room-Service
wie in Hotels üblich (Handtücher, Bett machen etc.).
Der Vorteil ist, dass man zum Bett auch noch ein Sofa hat
und (theoretisch) auch was kochen könnte. Kühlschrank, Herd alles da.
Kann man also für das erste Ankommen nur empfehlen. Allerdings ist
es natürlich auch etwas beengt und wir leben auf und aus unseren
vielen Koffern, da man in den Schränken natürlich nicht alles
unterbringen würde und natürlich auch nicht nach 2-3 Wochen
alles wieder da hineinräumen möchte um umzuziehen.


Aber good news: das Leben aus den Koffern hat bald ein Ende!
Wir haben eine coole Wohnung gefunden und ziehen nächsten
Samstag dort ein!

emotion
 So - schreiben und zeigen bald noch mehr - aber jetzt ist es mal
wieder an der Zeit etwas zu Essen zu jagen.

Macht's gut!

Ni hao

Ni hao Familie, Freunde und alle die sich sonst so für diesen Blog interessieren!
 Hier sind wir nun also: China - genauer: "Kleinstädtchen" Suzhou mit etwa 7 Millionen Einwohnern.

In nächster Zeit werden wir Euch hier über unsere Erlebnisse und Erfahrungen auf dem Laufenden halten.

Des Weiteren gilt: jeder ist eingeladen uns zu besuchen! Wir freuen uns auf Euch!
Bis bald!
emotion